ür viele zählt Grillen zu den schönsten Vergnügungen des Sommers. Leider gibt es deshalb aber auch oft Streit: Wenn sich Nachbarn durch Qualm und Lärm empfindlich gestört fühlen. Rücksichtnahme ist daher oberstes Gebot, obwohl Grillen im Garten und auf der Terrasse in den meisten Fällen erlaubt ist.
Allerdings nicht täglich, sondern nach allgemeiner Rechtssprechung nur ‚gelegentlich‘. Um der Umgebung Geruchsbelästigungen zu ersparen, ist es ratsam, den Grill in möglichst großem Abstand zum Nachbarn aufzustellen. Wer in einem Einfamilienhaus lebt, hat da natürlich bessere Karten, als Mieter in Mehrfamilienhäusern: „Auf dem Balkon sollte man lieber zum Elektro- als zum Holzkohlengrill greifen und zuvor Mietvertrag und Hausordnung prüfen“, rät Anne Kronzucker, Rechtsexpertin der D.A.S., Europas Nr. 1 im Rechtsschutz. „Ist das Grillen dort nämlich untersagt, riskiert der Mieter eine Abmahnung und anschließend sogar die Kündigung.“
Nicht nur der Düfte wegen können Grill-Fans und Nachbarn in Streit geraten, auch der Lärmpegel tut ein Übriges: Bis 22 Uhr ist lautes Feiern erlaubt, danach beginnt die Nachtruhe. Dann gilt es, die Lautstärke wesentlich zu reduzieren oder die Party gleich ins Haus zu verlegen. Bei übermäßigem Lärm droht ein Bußgeld. „Auch wenn die Grillschwaden konzentriert in Wohn- und Schlafräume der Nachbarn ziehen, liegt eine Ordnungswidrigkeit vor, die mit Bußgeld bestraft wird“, erklärt die D.A.S. Expertin. Damit es erst gar nicht soweit kommt, sollte man seinen Grillstandort sorgfältig auswählen, die Anlieger 48 Stunden vor einer Party z.B. per Aushang informieren und sie eventuell gleich mit einladen.
Kurzfassung:
Gebote fürs Grillen
Damit Partylärm und Qualm keinen Nachbarschaftsstreit auslösen
Die Grillparty im Sommer gibt oft Anlass zu nachbarschaftlichen Problemen. Zwar ist Grillen grundsätzlich erlaubt, doch nur ‚gelegentlich‘ und solange andere Bewohner im Haus dadurch nicht unzumutbar beeinträchtigt werden. Damit der Qualm nicht in Wohn- und Schlafräume der Nachbarn dringt, sollte man möglichst Abstand halten und lieber zum Elektro- statt zum Holzkohlengrill greifen. Achtung, wenn Grillen per Mietvertrag untersagt ist: Bei einem Verstoß dagegen, riskiert der Mieter eine Abmahnung und im Wiederholungsfall sogar die fristlose Kündigung. Anne Kronzucker, Rechtsexpertin der D.A.S., Europas Rechtsschutz Nr. 1, weist auf die Tücken abendlicher Grillparties hin: Da um 22 Uhr die Nachtruhe beginnt, muss der Geräuschpegel ab dieser Uhrzeit deutlich sinken oder aber die Feier gleich ins Haus verlegt werden. Ist das nicht der Fall, kann ein empfindliches Bußgeld verhängt werden. Um die Grillsaison harmonisch hinter sich zu bringen, empfiehlt die Rechtsexpertin vor allem Rücksichtnahme und eine frühzeitige Abstimmung mit den Nachbarn.