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Deutschland gewinnt international Marktanteile und überwindet die Krise mit einer Wachstumspause 2009

18 Feb 2010 [11:44h]    

Deutschland gewinnt international Marktanteile und überwindet die Krise mit einer Wachstumspause 2009

Deutschland gewinnt international Marktanteile und überwindet die Krise mit einer Wachstumspause 2009





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Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden 2009 in deutschen Beherbergungsstätten mit neun oder mehr Betten und auf Campingplätzen rund 369 Millionen Gästeübernachtungen aus dem In- und Ausland gezählt (plus/minus Null im Vergleich zu 2008).

Frankfurt am Main – Damit erweist sich der Deutschland-Tourismus auch in der Krise als stabiles Standbein für die Wirtschaft. Er trägt mit rund 3,2 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei (ohne Geschäftsreisen und öffentliche Investitionen). Rund 2,8 Millionen nichtexportierbarer Arbeitsplätze werden durch diese Branche gesichert.

Die Statistiker zählten 2009 eine Million mehr Übernachtungen deutscher Gäste als 2008. Damit erwies sich der Inlandstourismus als sehr krisenresistent, insbesondere die Lust auf Urlaub im eigenen Land nahm weiter zu. Neben dem vielfältigen touristischen Angebot spielen hier die gute Erreichbarkeit sowie das exzellente Preis-Leistungs-Verhältnis eine
wichtige Rolle.

Auch bei den Übernachtungen aus dem Ausland konnte sich Deutschland im Vergleich zum Weltmarkt als wettbewerbsfähig darstellen: Während die Auslandsübernachtungen in Deutschland um drei Prozent zurückgingen, mussten nach Angaben der UNWTO die internationalen Ankünfte 2009 erstmals seit 2003 einen Verlust von rund 4,3 Prozent verkraften. Die
internationalen Ankünfte nach Europa gaben sogar um durchschnittlich 5,6 Prozent nach. Deutschland konnte somit seine Marktanteile 2009 trotz Krise steigern.

„Wir haben die Talsohle  im Incoming-Tourismus erreicht und verzeichnen nun einen Aufwärtstrend. Im November und Dezember 2009 wurden die höchsten Monatsergebnisse seit Beginn der gesamtdeutschen Übernachtungsstatistik im Jahr 1992 erzielt“, so Petra Hedorfer, Vorsitzende des Vorstandes der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT).
„Diese positive Entwicklung ist vor allem auf das in den letzten Jahren enorm gestiegene Volumen im Urlaubstourismus aus dem Ausland nach Deutschland zurückzuführen. Voraussichtlich können wir im Segment des Leisure Travels selbst im Krisenjahr 2009 ein Plus von mehr als drei Prozent der Reisen erreichen“, so Hedorfer weiter.

Ein wichtiger Aspekt bei den Urlaubsreisen und großer Anziehungspunkt für Freizeitreisende ist die Kultur: Deutschland hat sich weltweit als modernes, spannendes und vielseitiges Kulturreiseziel etabliert. Es ist das Kulturreiseziel Nr. 2 der Europäer und zieht damit jährlich mehr Kulturreisende an als Spanien, Großbritannien oder Italien. Zehn Prozent aller weltweiten Kultururlaubsreisen führen nach Deutschland. Beliebte Ziele sind vor allem die deutschen Städte, wobei der Berlin-Tourismus seit vielen Jahren regelrecht boomt. Selbst im Krisenjahr 2009 konnte die Hauptstadt ihre Auslandsübernachtungen um rund fünf Prozent steigern. Dazu hat insbesondere das Thema „20 Jahre Mauerfall“ beigetragen, das die DZT weltweit beworben hat.

Mit dem Themenjahr „Kulturhauptstadt RUHR.2010“, „Creative Germany“ setzt die DZT 2010 neue Akzente, um den herausragenden Stellenwert Deutschlands als Kulturland zu stärken. Ebenfalls positiv entwickelten sich die Städte Hamburg (plus 1,7 Prozent) und Dresden (plus 1 Prozent) im vergangenen Jahr (Januar bis November 2009).

Daneben konnte sich Deutschland auch nachhaltig als Aktivurlaubsziel im In- und Ausland platzieren. Diese Facette des Reiselandes Deutschland hatte die DZT im vergangen Jahr als Themenjahr definiert und schwerpunktmäßig in den wichtigen europäischen Quellmärkten positioniert. Gerade die Nachbarländer schätzen das umfangreiche Angebot
für Radfahrer und Wanderer in den deutschen Regionen. Vor allem die Campingplätze sowie die Ferienwohnungen profitieren von der wachsenden Zahl an Aktivurlaubern aus dem Ausland.

Aus wichtigen Quellmärkten wie der Schweiz, den Niederlanden, Dänemark und Frankreich sowie Österreich und Belgien konnten die Übernachtungsvolumina 2009 gesteigert werden. Deutliche Verluste hingegen musste Deutschland  vor allem aus Asien, insbesondere aus Japan, verkraften. Auch die Übernachtungen aus Osteuropa liegen zweistellig im Minus, fielen allerdings nicht unter das Niveau von 2007. Die Entwicklung aus den USA gestaltete sich 2009 uneinheitlich, zuletzt
aber festigten sich die positiven Tendenzen.

Wermutstropfen im Incoming bleiben die Rückgänge im Geschäftstourismus, die im niedrigen zweistelligen Bereich liegen. „Für Deutschland als Messe- und Kongressland Nr. 1 weltweit ist der Geschäftsreisetourismus von hoher Bedeutung, und Einbußen in diesem Segment schlagen sich gerade auf die Einnahmen der touristischen Betriebe empfindlich nieder“, so
Hedorfer. Die Umsätze aus dem Incoming sind 2009 um rund zehn Prozent auf 24,6 Milliarden Euro zurückgegangen. Neben dem rückläufigen Reisevolumen spielt auch die gestiegene Preissensibilität eine wichtige Rolle. „Weltweit herrscht bei den touristischen Angeboten ein enormer Preisdruck“, so Hedorfer. „Die DZT wird gemeinsam mit ihren Partnern
2010 ihre erfolgreiche Kampagne ‚Affordable Hospitality‘ fortsetzen, um das sehr gute Preis-Leistungs-Verhältnis Deutschlands zu bewerben und damit den Tourismus insgesamt zu stützen“, so Hedorfer.

Foto: Carstino Delmonte/ Touristikpresse.net






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