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Den Vordermann auf Abstand halten

09 Okt 2008 [11:34h]    

Den Vordermann auf Abstand halten

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Fast jeder fünfte Unfall mit Personenschäden ist entweder auf nicht angepasste Geschwindigkeit (16 Prozent) oder auf ungenügenden Sicherheitsabstand (12 Prozent) zurückzuführen (Quelle: Statistisches Bundesamt Wiesbaden, Unfallgeschehen 2006). Unaufmerksamkeit hinterm Steuer oder mangelnder Sicherheitsabstand tragen dazu bei.

Abhilfe schafft ein Abstandswarnsystem auf Basis des 24-GHz-Radarsensors von Elektronikspezialist Hella. Es misst kontinuierlich den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug und warnt akustisch, optisch oder haptisch beim Unterschreiten des vorher vom Fahrer selbst eingestellten Abstands. „Mit diesem informierenden System wollen wir das Bewusstsein für das eigene Abstandsverhalten schärfen“, betont Winfried Menge, Leiter Marketing im Hella-Geschäftbereich Elektronik. Mit dem Abstandswarnsystem lässt sich die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls durch zu dichtes Auffahren deutlich reduzieren.

Das System basiert auf dem innovativen 24-GHz-Radarsensor. Über eine Antenne sendet er eine elektromagnetische Welle aus. Diese wird von Objekten im Sensorsichtbereich reflektiert, wieder empfangen und ausgewertet. Die exakte Ermittlung von Abstand, Winkel und Relativgeschwindigkeit der Objekte, korrekte Spurzuordnung sowie das Erkennen und Differenzieren der Straßenrandbebauung eröffnen Potenzial für weitere Applikationen, wie etwa das Geschwindigkeits- und Abstandsregelsystem ACC oder eine Pre-Crash-Funktion.

Die von Hella genutzte 24-GHz-Radarsensortechnik überzeugt durch ihre weltweite Zulassungsfähigkeit und ist 2006 erfolgreich für einen Spurwechselassistenten im Audi Q7 entwickelt worden. Inzwischen setzen verschiedene europäische und asiatische Fahrzeughersteller diesen Spurwechselassistenten in der Serie ein. Er findet sich bereits in neun unterschiedlichen Baureihen wieder, weitere werden folgen.

Ein erster Serieneinsatz des Abstandswarnsystems auf 24-GHz-Basis ist für das Jahr 2009 bei einem europäischen Automobilhersteller in der Mittelklasse geplant. Mit Hilfe der 24-GHz-Radartechnik hat Hella einen Weg gefunden, aufgrund der hohen Kosten-Nutzen-Effizienz die Chancen für eine höhere Ausstattungsquote auch in der Mittelklasse deutlich zu steigern.

Bild: Hella






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