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Barrierefreiheit soll Markenzeichen des Tourismus in Deutschland werden

04 Jun 2012 [07:51h]    

Barrierefreiheit soll Markenzeichen des Tourismus in Deutschland werden

Barrierefreiheit soll Markenzeichen des Tourismus in Deutschland werden





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Einfach in den Urlaub zu fahren bleibt für Menschen mit Handicap oft ein unerfüllter Wunsch – oder ein Risiko. Zu groß sind ihre Ängste oder Erfahrungen, unterwegs Überraschungen zu erleben, die das Urlaubserlebnis trüben. Meist geht ihren Reisen eine genaue Vorbereitung voraus. Dabei sind sie auf verlässliche Informationen von Anbietern angewiesen.

Berlin – Im Rahmen des Nationalen Aktionsplans der Bundesregierung tritt nun ein Projekt des Deutschen Seminars für Tourismus (DSFT) Berlin e.V. in die Umsetzungsphase, das „die Entwicklung  und Vermarktung barrierefreier Angebote und Dienstleistungen im Sinne eines Tourismus für Alle in Deutschland“ zum Ziel hat.

Ernst Burgbacher, für Tourismus zuständiger Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi), hat es am 31. Mai 2012 im barrierefreien Berliner Scandic Hotel der Presse gemeinsam mit dem Projektträger DSFT vorgestellt.

Ziel des Projekts ist es, den barrierefreien Tourismus, der das Reisen für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen erleichtert und ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben verbessert, weiterzuentwickeln. Dazu sollen bis 2013 einheitliche Qualitätsmerkmale und eine einheitliche Kennzeichnung für den barrierefreien Tourismus entwickelt, Führungspersonal und Mitarbeiter der Tourismusbranche für das Thema sensibilisiert und geschult sowie eine Internetplattform entwickelt werden, auf der sich Reisende über barrierefreie Angebote informieren können.

Staatssekretär Burgbacher: „Einfach in den Urlaub zu fahren, sollte auch für behinderte Menschen immer mehr zu einer ganz normalen Angelegenheit werden. Deshalb ist es wichtig, die gesamte touristische Servicekette barrierefrei zu gestalten. Unser Projekt wird hierzu einen wichtigen Beitrag leisten. Wir wollen erreichen, dass die Expertise aller Beteiligten in das Projekt einfließt und damit zu einer hohen Akzeptanz der Ergebnisse führt. Wir brauchen das Engagement und die Unterstützung aller Beteiligten. Nur dann kann die Barrierefreiheit zu einem Markenzeichen des Tourismus in Deutschland werden.“

Das Projekt „Tourismus für alle: Entwicklung und Vermarktung barrierefreier Angebote und Dienstleistungen in Deutschland“ hat das Bundeswirtschaftsministerium im vergangenen Jahr gestartet. Träger des Projekts ist das Deutsche Seminar für Tourismus (DSFT) in Kooperation mit der Nationalen Koordinationsstelle Tourismus für Alle (NatKo). Die Bundesregierung unterstützt das Projekt mit knapp 500.000 Euro. Mit dem Projekt trägt die Bundesregierung zur Erfüllung des Nationalen Aktionsplanes zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen bei. Beteiligt sind auch Verbände und Unternehmen der Tourismuswirtschaft, Verkehrsunternehmen, Behindertenverbände, Tourismusmarketingorganisationen und die Bundesländer.

Zugleich rief Ernst Burgbacher dazu auf, dass sich die zuständigen Behörden und Unternehmen in den Ländern, Regionen und Kommunen noch mehr für den barrierefreien Tourismus engagieren. Es gibt bereits eine Reihe guter Beispiele und Initiativen in verschiedenen Regionen, doch barrierefreie Tourismusangebote sind in Deutschland noch lange nicht flächendeckend zu finden.

Juni 2012                    

Als eine Maßnahme zur Umsetzung der Behindertenkonvention der Vereinten Nationen koordiniert das Deutsche Seminar für Tourismus (DSFT) Berlin e.V. gemeinsam mit der Nationalen Koordinationsstelle Tourismus für Alle e.V. (NatKo) mit Sitz in Düsseldorf das Projekt „Tourismus für Alle: Entwicklung und Vermarktung barrierefreier Angebote und Dienstleistungen in Deutschland“. Auftraggeber ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi). Das Projekt zur Förderung der Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit des Reiselands Deutschland wird im Rahmen des Nationalen Aktionsplans der Bundesregierung Deutschlands umgesetzt, die Laufzeit endet Ende 2013. Für Aktivitäten und eine verlässliche Kommunikation an Endverbraucher will das Projekt eine Internetplattform schaffen. Informationen derzeit: www.dsft-berlin.de und www.natko.de

Das DSFT Berlin wurde 1964 von Spitzenverbänden gegründet. Es ist die zentrale Weiterbildungseinrichtung der deutschen Tourismuswirtschaft  mit Sitz in Berlin. Heute wird das DSFT von 15 Organisationen getragen und projektbezogen vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) und dem Senat von Berlin gefördert. Seine Hauptaufgabe ist die systematische, überbetriebliche und überregionale praxisbezogene Fort- und Weiterbildung von Fach- und Führungskräften aus nahezu allen Bereichen der Tourismusbranche am Standort Berlin sowie an anderen Orten oder in Inhouse-Seminaren. 2012 bietet das DSFT etwa 150 offene Seminare an.  

Foto: Carstino Delmonte

 






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