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Bahnverkehr: Fast 70 Prozent zu spät

15 Feb 2011 [17:21h]    

Bahnverkehr: Fast 70 Prozent zu spät

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Im Dezember 2010 hatten Schnee und Minusgrade das ohnehin labile Schienennetz der Bahn fast zum Kollaps gebracht

Berlin – Im Dezember 2010 hatten Schnee und Minusgrade das ohnehin labile Schienennetz der Bahn fast zum Kollaps gebracht. Das Ausmaß der Verspätungen war weit größer als die Bahn bislang zugibt – das belegt eine Untersuchung der Stiftung Warentest, die jetzt auf test.de veröffentlicht wurde. An vielen Bahnhöfen kamen drei von vier ICE-Zügen zu spät. Für ihre Untersuchung haben die Tester fast 60.000 Ankunftszeiten von Fernverkehrszügen ausgewertet.

Detaillierte Statistiken zur Pünktlichkeit ihrer Züge hält die Bahn geheim. Im Winterbericht des Verkehrsministeriums heißt es lediglich, die Pünktlichkeit im Fernverkehr sei im Dezember „tageweise unter 70 Prozent“ gesunken. Die Untersuchung der Stiftung Warentest kommt zu einem anderen Ergebnis: An 20 wichtigen Bahnhöfen und Verkehrsknoten lag die Pünktlichkeitsquote der Fernzüge im Schnitt nur bei 32 Prozent. Die 70-Prozent-Quote schaffte die Bahn an keinem einzigen Tag. Als verspätet gelten Züge, die ihrem Fahrplan um mehr als fünf Minuten hinterherfahren.

Besonders verspätungsanfällig waren ICE-Züge: Jeder vierte ICE hatte eine Verspätung von mehr als einer halben Stunde oder fiel sogar völlig aus. Das sanierungsbedürftige Schienennetz ist einer der Hauptgründe für die Unzuverlässigkeit der Bahn, so die Stiftung Warentest. Auch die Züge erwiesen sich als anfällig.

Positiv: Aktuelle Informationen über Verspätungen erhalten Bahnkunden schneller als früher über die Auskunft unter bahn.de, die es auch als App für Smartphones gibt. Die Daten werden hier im Minutentakt aktualisiert. Der ausführliche Artikel findet sich unter test.de

Foto: Edgar Delmont

 






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