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Arnheim und Nimwegen: Zwei ungleiche Schwestern

05 Aug 2011 [08:52h]    

Arnheim und Nimwegen: Zwei ungleiche Schwestern

Arnheim und Nimwegen: Zwei ungleiche Schwestern





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Direkt hinter der deutsch-niederländischen Grenze befinden sich mit Arnheim und Nimwegen zwei reizvolle Städte, die sich besonders durch ihre kulturelle Vielfalt auszeichnen. Neben der abwechslungsreichen Natur präsentiert die Gegend ebenso im Bereich Mode und Design, moderne Architektur sowie Gesundheit und Wellness ein reichhaltiges Angebot.

Arnheim – Grün und groß in Mode: Arnheim ist groß in Mode. Die Hauptstadt der Provinz Gelderland beherbergt die Modeakademie „Artez“, aus der ständig neue Talente hervorgehen – die berühmtesten unter ihnen das Modeduo Victor & Rolf. Absolventen eröffnen Geschäfte im Stadtteil Klarendal, der immer mehr zum Trendviertel avanciert. Dass „Mode made in Arnheim“ international bekannt ist, liegt aber wohl an der Modebiennale, die mit ihrer Mischung aus Design und Kunst Schöngeister aus der ganzen Welt anlockt.

Die grenznahe Stadt gilt außerdem als die grünste Stadt Europas. Diesen Titel verdient sich die Stadt durch die vielen großen Parks (darunter der Naturpark Sonsbeek) und ihre Lage am südlichen Rand des Nationalparks De Hoge Veluwe. Ergänzt wird das abwechslungsreiche Angebot durch weitere Attraktionen wie dem Niederländischen Freilichtmuseum und dem bekannten Tierpark Burgers’ Zoo. Im neu eröffneten Airborne Museum Hartenstein in Oosterbeek können Interessierte die Schlacht um Arnheim eindrucksvoll nacherleben. Die reiche Geschichte Arnheims wird außerdem in den 39 mittelalterlichen Kellern unter der Innenstadt wieder lebendig. Die Sint-Eusebiuskirche, auch Grote Kerk (Große Kirche) genannt, ist mit ihrem 93 Meter hohen Turm die größte und wichtigste Kirche der Stadt. Abends trifft man sich in einer der vielen regional geprägten Kneipen, in Discotheken, Restaurants oder Cafés rund um den Korenmarkt.

Nimwegen: Alt, aber nicht museal

Während sich Arnheim jugendlich gibt, kokettiert Nimwegen mit dem Image als älteste Stadt der Niederlande. Gegründet vor über 2000 Jahren als römische Siedlung, sind die Spuren der Vergangenheit allerorts sichtbar – ohne dass Nimwegen museal wirkt. Moderne Geschäfte und Cafés sowie eine lebendige Studentenszene sorgen dafür, dass die Stadt mit der Zeit geht.

Neben gemütlichen Cafés locken weitere Attraktionen im Zentrum Nimwegens, darunter Museen und die über die ganze Stadt verteilten Erinnerungen an die römische Vergangenheit. Darüber hinaus erhielt die Innenstadt 2009 den Titel „abwechslungsreichstes Einkaufszentrum der Niederlande“. Bekannte Sehenswürdigkeiten sind unter anderem das historische Gebäude De Waag (die Waage), Museum het Valkhof, der Kronenburgerpark, das Nationale Befreiungsmuseum in Groesbeek und das Afrika-Museum in Berg en Dal. Was für Arnheim die Modebiennale ist, ist für Nimwegen die Internationale Wandelvierdaagse. Das Wanderspektakel findet jedes Jahr statt, und mit rund 45.000 Teilnehmern handelt es sich bei dieser viertägigen Wanderung um die weltweit größte Veranstaltung ihrer Art. Die Wandelvierdaagse ist Teil des Stadtfests Vierdaagsefeesten, das Nimwegen jeden Juli eine Woche lang in eine große Bühne für Konzerte und Partys verwandelt.

Gemeinsam bilden die Schwesternstädte einen  abwechslungsreichen Großraum: städtisch einerseits, andererseits grün, mit einer Landschaft, die zum Wandern, Radfahren oder zum Entdecken der Historie einlädt.

 

Eine Auswahl an Attraktionen in Arnheim und Nimwegen:

Farbe bekennen im niederländischen Freilichtmuseum

Kleider machen Leute, und mit unserer Kleidung erzählen wir seit jeher wer wir sind und wofür wir stehen. Schon unsere Vorfahren  drückten mit ihren traditionellen Trachten Gruppenzugehörigkeit aus. Wie das funktioniert und was hinter unseren verschiedenen Kleidungsstilen steckt, versucht das niederländische Freilichtmuseum („Het Nederlands Openluchtmuseum“) in Arnheim mit seiner neuen Trachtenausstellung „Farbe bekennen“ zu erklären. Die semi-permanente Ausstellung zeigt noch bis 2013 das Aufeinandertreffen von niederländischer Tracht und historischen surinamischen Kotomisi-Kostümen. Für Kinder wird zudem ein weiteres Extra angeboten: In der Kinderküche des Freilichtmuseums haben kleine Freizeitköche die Möglichkeit, Köstlichkeiten aus der ganzen Welt zu zaubern und so spielerisch zu lernen, welche Geschichte hinter den neuen Geschmäckern steht. Denn die „neuen Niederländer“, wie die Einheimischen Surinams genannt wurden, brachten nicht nur ungewöhnliche Kleidung, sondern auch fremdartige Gerüche und Gerichte mit nach Holland: Loempia (eine Art Frühlingsrolle) sind für kleine Niederländer heute so alltäglich geworden wie Käse und Vla. 

Spritzige Aktivitäten im Wassermuseum

Während der holländischen Sommerferien (noch bis zum 4. September) gibt es im niederländischen Wassermuseum („Het Nederlands Watermuseum“) in Arnheim viel zu erleben. Für kleine Wasserratten wird ein spritziges Ferienprogramm angeboten: Bewaffnet mit Kescher und Eimer geht es hinterm Museumsgebäude im Bachlauf Jansbeek auf Suche nach Wassermonstern. Anschließend wird mit Lupe und Mikroskop der Fang bestimmt und werden alle Fragen rund ums Leben im Wasser beantwortet. Außerdem gibt es eine neue Ausstellung mit dem Titel „Wasserarbeiter“ zu entdecken, bei der Groß und Klein erfahren, welche Rolle der Mensch im Kreislauf des Wassers spielt.

Großes Spektakel beim Gebrüder Van Limburg Festival

Pferdehufe klappern über das alte Kopfsteinpflaster, Hausierer bieten ihre Waren feil, Bogenschützen zeigen ihre Kunstfertigkeit und Schafherden versperren die engen Gassen: Am 26., 27. und 28. August, erhält beim Gebrüder Van Limburg Festival das späte Mittelalter wieder Einzug in Nimwegen. Die älteste Stadt der Niederlande steht in diesen Tagen ganz im Zeichen von Marketenderinnen, Burgfräuleins und Rittern. Hunderte Statisten erwecken die berühmten Miniaturen der Brüder Herman, Paul und Jan van Limburg zum Leben. Den Höhepunkt des Spektakels bildet wie immer die große Parade vom Kronenburgerpark über den großen Markt hin zum Valkhofpark am Sonntag: Rund 400 Soldaten, Adelige, Kaufleute und Geistliche zeigen, wie Nimwegen und seine Bewohner im Mittelalter aussahen und nehmen Zuschauer mit auf eine spannende Zeitreise.

 

Im Museonder die Welt von unten erleben

Im Besucherzentrum des niederländischen Nationalparks De Hoge Veluwe erschließen sich ganz neue Perspektiven: Das Museum Museonder gewährt einen überraschenden Einblick in alles, was unter der Erdoberfläche lebt und gelebt hat. Es nimmt Besucher immer tiefer mit unter die Erde — bis hin zum Erdmittelpunkt. Unterwegs auf der Reise durchs Erdreich sind die merkwürdigsten Dinge zu entdecken, wie zum Beispiel das komplette Wurzelsystem eines 135 Jahre alten Baumes. Ein  familienfreundliches Extra: Der Besuch des Museums Museonder ist im Eintrittspreis für den Nationalpark inbegriffen.  Dort können Besucher auch mit einem der rund 1.700 vom Park kostenlos zur Verfügung gestellten weißen Fahrräder das weitläufige Gelände des Nationalpark erkunden. Das Museum ist täglich von 9.30 bis 17 Uhr geöffnet — von April bis einschließlich Oktober bis 18 Uhr.

Mitten in der Stadt dem Alltagsstress entfliehen

Im Spa Wellness Hotel Scandic Sanadome Nijmegen können entspannungssuchende Urlauber die Seele baumeln lassen  — und das mitten im Herzen Nimwegens. Auf rund 2.500 Quadratmetern laden zahlreiche Wellness- und Wohlfühlangebote zum Entspannen ein. Die großzügige Thermenlandschaft verfügt unter anderem über ein großes Thermalbad, verschiedene Whirlpools und Warmwasserbecken, ein Salzwasserbad, ein Dampfbad, ein Solarium und eine große Liegewiese. Das Spa ist täglich von 9 bis 23.30 Uhr geöffnet. Eine Tageskarte kostet  27,50 Euro pro Person (am Wochenende  26,50 Euro, ab 17 Uhr  21,50 Euro).

 

Weltreise im Burgers‘ Zoo

Mit den Füßen durch den heißem Sand der Wüste laufen, die schwüle Luft des Regenwaldes atmen, inmitten riesiger Schwärme exotischer Fische stehen und wilde Tiere aus nächster Nähe erleben: All diese spannenden Aktivitäten warten im Tierpark Burgers‘ Zoo in Arnheim auf abenteuerlustige Besucher. Detailgetreue und großzügige Nachbauten der natürlichen Lebensräume von Pflanzen und Tieren auf rund 45 Hektar — sogenannte Öko-Displays — ermöglichen einen einzigartigen Querschnitt durch die verschiedenen Ökosysteme der Erde und einen Weltreise an nur einem Tag. Dank seiner innovativen Haltungsweise wurde der Park kürzlich sogar zur besten Attraktion der Provinz Gelderland gekürt. Burgers‘ Zoo ist ganzjährig  von 9 bis 19 Uhr geöffnet. In der Wintersaison (1. November bis 31. März) bis 17 Uhr.

Ein Museum für das liebste Gefährt der Holländer

Wer die Niederlande kennt, weiß dass ihre Bewohner nicht ohne ihr heißgeliebtes „fiets“ (Fahrrad) können. Mit rund 18 Millionen Fahrrädern hat unser kleines Nachbarland die höchste Fahrraddichte der Welt. Kein Wunder also, dass die Holländer ihrem liebsten Gefährt mit dem Velorama in Nimwegen ein eigenes, nationales Museum gewidmet haben. 250 bereifte Exponate warten hier darauf, von Fahrradbegeisterten aller Altersklassen entdeckt zu werden. Altertümliche und moderne Fahrräder erzählen auf originelle Art und Weise die Geschichte des Stahlrosses — vom ersten Laufrad (Draisine) aus dem Jahre 1817 bis hin zum technisch fortgeschrittenen Rennrad von heute. In der museumseigenen Werkstatt lassen versierte Restauratoren die neuesten alten Errungenschaften des Museums wieder in altem Glanz erstrahlen. Das Fahrradmuseum ist täglich von 10 Uhr bis 17 Uhr geöffnet. An Sonn- und Feiertagen von 11 Uhr bis 17 Uhr. Kleine Pedalritter bezahlen 3 Euro Eintritt, Erwachsene 5 Euro. Für Senioren, Behinderte und Familien werden zudem spezielle Tarife angeboten.

Foto: Carstino Delmonte






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