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Rheinische Post: Faule Sportstruktur

29 Mai 2007 [08:47h]    

Rheinische Post: Faule Sportstruktur

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In gut zwei Monaten gibt es erste Hochrechnungen. Ein Jahr vor den Olympischen Spiele in Peking werden die Chancen abgewogen: Wie viele Medaillen bekommt die deutsche Mannschaft?

Die Gründung des Deutschen Olympischen Sportbunds vor ziemlich genau einem Jahr geht ja auf das bescheidene Abschneiden vor drei Jahren in Athen zurück. Bis 2012, wenn sich die Sportwelt in London versammelt, will Deutschland zurück in die Weltspitze, wie DOSB-Generaldirektor Michael Vesper sagte. Der Medaillenspiegel kann nicht der wesentliche Maßstab für den Erfolg des deutschen Sports sein. Nicht im Wettkampf mit Chinesen, deren Mittel und Methoden europäischen Werten widersprechen, und nicht im Vergleich mit den im Antidopingkampf halbherzigen Amerikanern und Osteuropäern.
Nach der Serie von Enthüllungen im Radsport will der DOSB die Betreuerstäbe für Peking genauer untersuchen. Ein richtiger Schritt. Er geht über die bislang gängige Sicht hinaus, nach der Dopingsünder als üble Einzeltäter betrachtet wurden. Nach der traurigen, aber überfälligen Erkenntnis, dass in Teilen des deutschen Sports systematisch gedopt wurde, richtet sich der Blick endlich auf Strukturen.
Erfolg wird nicht nur in Medaillen gemessen.






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