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Transrapid: Stillstand bedeutet Rückschritt

28 Feb 2009 [17:31h]    





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VDI kritisiert drohendes Aus für Versuchsanlage / Deutsche Schlüsseltechnologie muss weiter Anwendung finden

Düsseldorf – Die Meldung vom drohenden Aus der Transrapid-Versuchsanlage im niedersächsischen Lathen gefährdet nach Ansicht des VDI eine wichtige, zukunftsorientierte Schlüsseltechnologie Deutschlands. Nachdem bereits das München Transrapid-Projekt keine Umsetzung findet, würde die Stilllegung der Teststrecke die Realisierungschancen zukünftiger Bauprojekte im In- und Ausland minimieren. „Die Transrapidtechnologie ist nach wie vor eine Schlüsseltechnologie für das Verkehrswesen. Insbesondere für große Flächen- oder Schwellenländer ist der Aufbau einer industriellen Infrastruktur unter umweltfreundlichen Bedingungen nur mit dieser Technologie sinnvoll“, sagt der stellvertretende VDI-Direktor Volker Wanduch.

Für die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Technologiestandortes Deutschland wäre das Aus der Teststrecke im Emsland ein großer Rückschritt. „Nachdem der Bau einer Referenzstrecke seit mehr als 20 Jahren politisch nicht gewollt ist, muss die Versuchsanlage als Demonstrationsobjekt erhalten bleiben. Sie ist Voraussetzung, um überhaupt Exportchancen offen zu halten. Ansonsten werden die bisher getätigten Investitionen in diese Technologie gänzlich abgeschrieben und wertvolles Know-how aufgegeben“, so Wanduch weiter. Wenn Deutschland auf Grund von wieder einmal vorgeschobenen Kostengründen jetzt den Anschluss verliert, wird es erneut von anderen Nationen in einer Zukunftstechnologie abgehängt.

Der Transrapid ist eine der bedeutendsten Zukunftstechnologien Deutschlands. Er besitzt gegenüber dem herkömmlichen Rad-Schiene-System erhebliche wirtschaftliche, verkehrspolitische und technische Vorteile, die nun aller Voraussicht nach zukünftig von anderen Ländern weiterentwickelt und kommerziell auch erfolgreich umgesetzt werden.






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