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ADAC: Nach Aufbau Ost jetzt Ausbau West

14 Okt 2008 [08:24h]    

ADAC: Nach Aufbau Ost jetzt Ausbau West

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Immer häufiger bricht der Verkehr auf deutschen Autobahnen zusammen, weil Strecken in die Jahre gekommen sind und die wachsenden Verkehrsmengen nicht mehr aufnehmen können. Besonders in den alten Bundesländern hinkt der Ausbau der Infrastruktur dem Bedarf deutlich hinterher.

Deshalb fordert der ADAC jetzt ein Investitions- und Ausbauprogramm, in dem die Mittel – ähnlich wie bei den erfolgreich realisierten Verkehrsprojekten Deutsche Einheit – für den bedarfsgerechten Ausbau der wichtigsten Verbindungen zur Verfügung gestellt werden. „Wir brauchen in ganz Deutschland ein leistungsfähiges Autobahnnetz, das den normalen täglichen Verkehr ohne Staus bewältigt“, sagt ADAC-Vizepräsident für Verkehr Ulrich Klaus Becker. „Die Erfolge, die beim Aufbau Ost vor allem bei der Straße erzielt wurden, zeigen, dass sich Investitionen in den Aus- und Neubau des Fernstraßennetzes unmittelbar auszahlen.“

In einer neuen Studie hat der ADAC die dringlichsten Ausbauprojekte überprüft und auf den aktuellen Stand gebracht. Dabei wurden – überwiegend im Westen Deutschlands – 488 Autobahnabschnitte ermittelt, deren Ausbaubedarf besonders groß ist. So zum Beispiel die A 4 zwischen Bergisch-Gladbach und Köln: Auf dem knapp neun Kilometer langen Teilstück zählte der Club im Jahr 2006 rund 550 Staumeldungen. Diese Staus summierten sich auf eine Länge von 1 330 Kilometer und eine Dauer von 780 Stunden. Der ADAC fordert den dringenden Ausbau dieses Abschnitts von zwei auf drei Fahrstreifen je Richtung. Im Bundesverkehrswegeplan findet sich die Strecke jedoch nur im weiteren Bedarf – damit hat sie keine Chance auf Ausbau vor 2015.

„Wir dürfen den ’Ausbau West’ nicht verschlafen. Jede nicht investierte Milliarde schadet unserer Volkswirtschaft und letztlich unserer Gesellschaft“, so Becker. Den immensen Nutzen des Straßenverkehrs belegt eine andere, im Frühjahr 2008 vorgestellte ADAC-Studie. Danach hängt jeder siebte Arbeitsplatz in Deutschland vom Straßenverkehr ab. Der auf den Straßenverkehr zurückzuführende Anteil an den Steuereinnahmen beträgt mit 123 Milliarden Euro deutlich mehr als 20 Prozent.

Unabhängig vom dringend erforderlichen Ausbau bestehender Fernstraßen betont der ADAC die Notwendigkeit einer Erweiterung des Autobahnnetzes. So müssen beispielsweise Lücken der A 94 München – Passau geschlossen und Neubaumaßnahmen wie etwa der A 39 Wolfsburg – Lüneburg rasch angegangen werden.

Bild: ADAC






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Adresse
www.adac.de