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Hohe Lage – tiefe Gründe: Die neue Station Kirchditmold

19 Sep 2008 [12:03h]    





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Das Hochgefühl bei den NVV-Kunden wird sich an der RegioTram-Station Kirchditmold automatisch einstellen. Der Haltepunkt schmiegt sich bei der Christbuchenstraße an den sechs Meter hohen Bahndamm.

Sie wird aus zwei je 115 Meter langen und 2,50 Meter breiten Außenbahnsteigen bestehen, die über Treppen sowie eine Rampe und einen Aufzug von der Christbuchenstraße und der Bruchstraße aus erreicht werden. Weil die Außenbahnsteige auf einem bis zu sechs Meter hohen Damm liegen sollen, muss der Untergrund mit Bohrpfählen stabilisiert werden. 80 Meter lang ist daher auch die Rampe, die am Gleis Richtung Hauptbahnhof den barrierefreien Zugang zum Bahnsteig ermöglicht. Auf der anderen Seite erreichen mobilitätseingeschränkte Reisende mit einem Aufzug den Bahnsteig.

Beim Bau dieses Haltepunktes – wie auch bei der Station Jungfernkopf – wurde hier ein neun Meter tiefes stählernes Fundament nötig. Ingesamt werden für die Errichtung der Station 150 Tonnen Stahl und 1.750 Kubikmeter Stahlbeton benötigt. Zur unerwarteten Herausforderung für die Bahningenieure wurde die an die Station angrenzende Eisenbahnbrücke. Gutachten hatten im Vorfeld angenommen, dass die alte Brücke durch die nahen Bauarbeiten nicht beeinträchtigt werde. Eine Stahlrahmenkonstruktion sollte das Widerlager schützen. Anders als geplant, konnte die Stahlspange jedoch nicht eingesetzt werden. Um die Bauarbeiten nicht zu verzögern, entschied sich die Bahn kurzfristig, die alte Brücke abzureißen und vorübergehend durch eine Hilfsbrücke zu ersetzen.

Hierfür wurde eine für andere Arbeiten vorgesehene Sperrpause im Bahnbetrieb am Wochenende genutzt. Solche Wochenenden ohne Zugverkehr werden im Interesse der Reisenden langfristig geplant und im Fahrplan veröffentlicht. Um die verschobenen Arbeiten nachholen zu können, muss eine neue Sperrpause geplant und frühzeitig im Fahrplan an die Fahrgäste kommuniziert werden. „Diese Änderungen im Bauablauf verursachten eine Bauzeitverzögerung von sechs Monaten, von denen durch Optimierungen im Bauverlauf schon zwei aufgeholt werden konnten“, erklärt Hans-Josef Otterbein, Ingenieur und Projektleiter bei der Bahntochter DB ProjektBau, „ein erster Probebetrieb könnte daher schon im Dezember möglich sein.“ Um die Zeitverzögerung zu minimieren, wurden Arbeiten vorgezogen, die auf die Stabilität der Brücke keinen Einfluss hatten. Die Arbeiten an der Oberleitung sind größtenteils abgeschlossen und auch die Arbeiten an der Rampe sind bereits weit fortgeschritten.

Ingesamt werden in Kirchditmold für den Bau der RegioTram-Station sieben Millionen Euro investiert.






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Oliver Schumacher