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TÜV-Abnahme für Kessel der Nachbau-Dampflok der Mecklenburgischen Bäderbahn Molli

11 Sep 2008 [10:31h]    





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Mit der Fertigstellung des Dampfkessels für die neue Dampflokomotive der Mecklenburgischen Bäderbahn Molli geht der Nachbau planmäßig voran. Im DB Dampflokwerk Meiningen wurde der neue Kessel mit einem Prüfdruck von 7,6 bar getestet.

Der Technische Überwachungsverein (TÜV) Thüringen  hat nach der Druckprobe alle Baugruppen geprüft und ihnen die Zulassung erteilt.

Konstruktion und Neubau des Heißdampfkessels waren eine enorme Herausforderung für die Ingenieure und Dampflokbauer. In nur vier Monaten wurden rund siebeneinhalb Tonnen Stahl zugeschnitten, geschmiedet und geschweißt. „Wir sind stolz auf dieses Meisterwerk, denn wir haben uns selbst höchste Qualitätsmaßstäbe gesetzt. Mit dem Nachbau einer kompletten  Dampflokomotive geben wir für den Eisenbahnmarkt eine gute Visitenkarte ab“, sagte Jürgen Eichhorn, Leiter des Dampflokwerkes Meiningen.

Rund 100 Einzelteile wurden für den Kesselneubau in der Meininger Kesselschmiede seit April dieses Jahres maßgefertigt und anschließend zu Baugruppen zusammengesetzt. Diese bilden den 7,2 Kubikmeter großen Kessel. Anschließend wurden mehrere hundert Bohrungen für Stehbolzen angebracht, um die Heizrohre zu befestigen.

Der Nachbau der Dampflokomotive für die Mecklenburgische Bäderbahn Molli startete im Dampflokwerk im April dieses Jahres. Nachdem die technische Dokumentation erstellt wurde und die Materialbeschaffung für den Bau abgeschlossen wurde, haben die Spezialisten des DB Dampflokwerkes Meiningen mit dem Bau begonnen.

In Deutschland ist das der erste Auftrag zum Bau einer Dampflokomotive nach fast 50 Jahren. Der einem Neubau gleichkommende Nachbau stellt in der heutigen Industrielandschaft eine herausragende Leistung dar, weil kaum ein Industriebetrieb in der Lage ist, Teile mit der für den Dampflokbetrieb notwendigen Robustheit zu fertigen. Die Meiniger Dampflokbauer konnten dagegen auf jahrzehntelang tradierte Fertigungstechnologie zurückgreifen, die zuletzt beim Wiederaufbau des „Adlers“ ihre besondere Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt hat.

Bis Ende des Jahres soll die „Molli“-Lok fertig sein. Bis dahin müssen noch Achsen, Räder, Bremsen und Steuerung gefertigt und montiert werden. Bereits im Januar 2009 sollen die Probefahrten stattfinden. Anschließend wird die neue Lok der Mecklenburgischen Bäderbahn Molli übergeben.

Die Mecklenburgische Bäderbahn Molli GmbH betreibt vier Dampflokomotiven der Baureihe 9932 mit einer Spurweite von 900 mm und befördert damit Züge im Taktverkehr zwischen Bad Doberan – Heiligendamm und Kühlungsborn. Die letzten Dampflokomotiven in Deutschland wurden von der Bahnindustrie 1959 für die Deutsche Bundesbahn und 1960 für die Deutsche Reichsbahn gebaut.






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