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Bestandsaufnahme für passiven Schallschutz in Buchholz beginnt

24 Aug 2008 [11:10h]    





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Im Rahmen des Programms „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“ beginnt die Bahn in Kürze mit der Bestandsaufnahme für Maßnahmen des passiven Schallschutzes in Buchholz (Nordheide).

Dabei erhalten die betroffenen Häuser und Wohnungen schalldichte Fenster und Lüfter; in Einzelfällen kann auch eine Dämmung der Außenfassaden und Dächer vorgenommen werden. Mit der Ausführung der Maßnahmen wurde das Ingenieurbüro IBPM aus Berlin von der Bahn beauftragt. IBPM hat in Abstimmung mit der Stadt Buchholz etwa 500 Gebäude und Wohnungen mit Grenzwertüberschreitungen ermittelt, die vor 1974 erbaut wurden und somit nach der Richtlinie zur Lärmsanierung förderfähig sind.

Die Teilnahmeanträge werden an die Eigentümer der betroffenen Gebäude in der kommenden Woche versandt. Nach Rücklauf der Unterlagen an das Ingenieurbüro erfolgt eine Terminvereinbarung für eine Wohnungsbegehung. Zur genauen Beurteilung der Lärmsituation in den Häusern und Wohnungen ist eine Besichtigung der Räume erforderlich. Im Anschluss erstellt das Ingenieurbüro eine für den Eigentümer kostenlose schalltechnische Objektbeurteilung. Sie enthält eine Aufstellung und Kostenschätzung der förderfähigen Maßnahmen. Auf Basis dieser Beurteilung entscheidet der Eigentümer über die Realisierung. Die Kosten der passiven Maßnahmen werden zu 75 Prozent vom Bund übernommen. Die restlichen 25 Prozent hat der Eigentümer zu tragen, da mit dieser Maßnahme eine Wertsteigerung des Gebäudes erzielt wird. Die Umsetzung der passiven Maßnahmen soll in Buchholz bis Ende 2010 abgeschlossen sein.

Das Programm

Seit 1999 wird die „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“ von der Bundesregierung gefördert. Damit wurde erstmals die finanzielle Möglichkeit geschaffen, Schallschutzmaßnahmen auch entlang vorhandener Schienenwege umzusetzen. Aktuell stehen dem Programm jährlich Haushaltsmittel in Höhe von 100 Millionen Euro zur Verfügung. Bei der Lärmsanierung handelt es sich um eine freiwillige Leistung des Bundes. Bundesweit sind aktuell in 1.140 Ortslagen Lärmsanierungsmaßnahmen in Planung, im Bau oder bereits abgeschlossen. Mit der Realisierung der Maßnahmen ist die DB Projektbau GmbH beauftragt.






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Oliver Schumacher