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ASFiNAG und ÖBB präsentieren neue Software für Vergabeverfahren

23 Jan 2008 [10:43h]    

ASFiNAG und ÖBB präsentieren neue Software für Vergabeverfahren

ASFiNAG und ÖBB präsentieren neue Software für Vergabeverfahren





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Seit 2006 arbeiten ASFiNAG und ÖBB-Infrastruktur Bau AG gemeinsam an Projekten zur Verbesserung der Standards im Vergabebereich – zum Vorteil von Auftraggebern wie von Anbietern. Erstes Produkt dieser Kooperation ist @-AVA-ASSI – eine neue Software zur Erstellung von elektronischen Angeboten.

Das neue Tool wird künftig kostenlos für alle Interessenten bereitgestellt und vereinfacht die elektronische Abwicklung von Vergabeverfahren deutlich – für Anbieter wie für Auftraggeber.

Innovative Software erleichtert Angebotslegung

Die neue Angebotssoftware @-AVA-ASSI verknüpft die Vorgaben des Bundesvergabegesetzes und des Signaturgesetzes. Eine klare und logische Benutzerführung sowie die übersichtliche Bearbeitungsmaske erleichtert die Erstellung von elektronischen Angeboten. Das Produkt wurde für elektronische Ausschreibungen im Infrastrukturbereich erstellt, wird aber auch für Vergabeverfahren in allen anderen Bereichen einsetzbar sein. Initiator der Softwareinnovation waren Österreichs größte Auftraggeber im Infrastrukturbereich – ASFiNAG und ÖBBInfrastruktur Bau AG. Auf Basis der Vorgaben eines gemeinsamen Projektteams entwickelte die Wiener Firma IT-Solution die neue Software. „Das Produkt konzentriert sich auf die Kernfunktion im gesamten Vergabeverfahren – nämlich die Angebotslegung“, so Mag. Andrea Schneider, Bereichsleiterin im Vergabewesen der ASFiNAG. Ab Mitte April 2008 wird @-AVA-ASSI allen interessierten Unternehmen kostenlos als Download zur Verfügung gestellt.

Starke Partner für Innovation

„Als Österreichs größte Auftraggeber im Infrastrukturbereich haben ASFiNAG und ÖBB-Infrastruktur Bau AG hohes Interesse an professioneller und möglichst effizienter Abwicklung von Vergabeverfahren“, so Dr. Georg-Michael Vavrovsky, Vorstandsdirektor der ÖBB-Infrastruktur Bau AG. „Um das Potenzial der elektronischen Abwicklung von Vergabeverfahren besser zu nutzen, haben wir daher im Jahr 2006 eine Kooperation gestartet.“ Seither arbeitet ein gemeinsames Projektteam an Methoden zur Verbesserung der elektronischen Verfahren – in organisatorischer, rechtlicher und (prozess-)technischer Hinsicht.

Für die Umsetzung der elektronischen Verfahrensabwicklung selbst standen bei beiden Unternehmen schon bisher Vergabeplattformen zur Verfügung. Darauf wurde die gemeinsame Entwicklungsarbeit an einfach anwendbaren Instrumenten für die Auftraggeber- und Auftragnehmerseite aufgebaut. „Ziel unserer Innovationspartnerschaft ist, den Vergabeprozess durch elektronische Verfahrensabwicklung zu beschleunigen und die Kosten zu reduzieren“, wie Dr. Georg-Michael Vavrovsky erläutert. „Weiters wollen wir damit die Transparenz und Sicherheit der Vergabeverfahren verbessern – im Interesse aller Beteiligten.“

Erstes Produkt der Innovationspartnerschaft ist der elektronische Angebotsassistent @-AVA-ASSI. Weiters wird an einer gemeinsamen Bieterdatenbank gearbeitet, über die sich interessierte Unternehmen künftig für Ausschreibungen von ÖBB und ASFiNAG bewerben können. Damit wird einerseits den Bietern die Vorlage von Eignungsnachweisen (z.B.: Unbedenklichkeitsbescheinigungen von Finanzamt und Sozialversicherung) für Vergabeverfahren erleichtert, andererseits können die Auftraggeber die eingereichten Nachweise einfacher überprüfen.

Kostenersparnis und Effizienzgewinn

Die Entwicklungskosten für die – gratis bereit gestellte Software @-AVA-ASSI – sollen sich nach Einschätzung von Mag. Andrea Schneider rasch amortisieren, denn: „Je mehr Anbieter den Angebotsassistenten nutzen, umso einfacher wird für ÖBB und ASFiNAG die Bearbeitung der Angebote. Wir holen uns die Entwicklungskosten also über Effizienzgewinne zurück.“
Mit dem neuen Angebotsassistenten wird die Erstellung von elektronischen Angeboten für Bieter deutlich vereinfacht. Die Maske des @-AVA-ASSI führt den Benutzer in logischen Schritten von der Angebotserstellung bis zur elektronischen Signatur. Im Gegensatz zu bisher üblicher Angebotssoftware genügt bei @-AVA-ASSI eine einmalige elektronische Signatur: Nur der so genannte Angebotshauptteil muss elektronisch signiert werden, alle weiteren Angebotsbestandteile werden automatisch mitsigniert, weil sie mit diesem Hauptteil „verkettet“ werden. Bisher war es notwendig, alle Angebotsteile extra zu unterschreiben. Dafür waren manchmal bis zu 10 Signaturen notwendig. „Das Risiko von Fehlern bei der Angebotserstellung wird damit minimiert“, so Mag. Andrea Schneider, Leiterin des Vergabewesens bei der ASFiNAG. Gleichzeitig stellt der Angebotsassistent sicher, dass richtig signiert wird – nämlich ausschließlich mit der gesetzlich vorgegebenen, so genannten qualifizierten elektronischen Signatur. Die Software sorgt also einerseits für die formale Korrektheit der Angebote und erhöht gleichzeitig die Sicherheit der elektronischen Signatur deutlich. „Damit ist uns ein Quantensprung zur Erleichterung von elektronischen Vergabeverfahren gelungen – und auch ein Meilenstein zur Nutzung der elektronischen Signatur“, zeigt sich Andrea Schneider überzeugt.

Für die Anwender sind Kostenersparnis und Effizienzgewinn bei der neuen Software- Lösung beachtlich. Abgesehen von dem – für die elektronische Signatur erforderlichen – Kartenleser entstehen für die Anwender keine zusätzlichen Kosten. @-AVA-ASSI wird von ASFiNAG und ÖBB-Infrastruktur Bau AG kostenlos zur Verfügung gestellt und benötigt als Offline Stand Alone Anwendung auch keine hohen Rechnerkapazitäten. Die elektronische Signatur kann auf Chipkarten (Bankomat, Mastercard) und seit Jahresanfang 2008 (!) kostenlos auch auf der e-Card aufgebracht werden und ist damit leicht verfügbar.

Die Auftraggeber erhalten mit der neuen Software künftig standardisierte, vergleichbare Angebote zu ihren Ausschreibungen. Die Angebotsdatei wird als pdf- Datei gespeichert, die Darstellung der Angebote ist durch die vorgegebene Bearbeitungsmaske einheitlich. Das Risiko von Formalfehlern, die bei Vergabeverfahren immer wieder zum Ausschluss von Bietern geführt hatten, kann dank der standardisierten Abläufe des @-AVA-ASSI weitgehend vermieden werden.

Österreichweite Software-Präsentation

@-AVA-ASSI wird von ASFiNAG und ÖBB-Infrastruktur Bau AG in einem schrittweisen Roll-out über ganz Österreich eingeführt. Nach einer langen internen Testphase laufen nun seit November 2007 externe Praxistests. Von 23. bis 25. Jänner wird die Innovation bei der Bausoftwaremesse in Wels präsentiert und zum Publikumstest bereitgestellt. Gemeinsam mit der Bundesinnung Bau werden von 28. Jänner bis 28. Februar 2008 Unternehmerseminare in Wien, Oberösterreich, Kärnten, Salzburg und Vorarlberg angeboten. Weitere Seminare sind im Lauf des Jahres geplant.
Ab Mitte April wird @-AVA-ASSI kostenlos als Download zur Verfügung stehen auf: https://oebb.agonto.com/

Die Innovationspartner ASFiNAG und ÖBB erwarten, dass die neue Software vom Markt gut angenommen wird, wie Vorstandsdirektor Georg-Michael Vavrovsky von der ÖBB-Infrastruktur Bau AG erläutert: „Wir gehen davon aus, dass innerhalb eines Jahres rund 3.000 Unternehmen den Angebotsassistenten anwenden werden. Schließlich liegen die Vorteile der Software auf der Hand: ein kostenloses Produkt, das Unternehmen mehr Sicherheit und Effizienz bei der Angebotslegung bringt.“

ASFINAG:Verlässlichkeit auf allen Wegen

Die ASFINAG plant, finanziert, baut, erhält, betreibt und bemautet das gesamt österreichische Autobahnen- und Schnellstraßennetz mit einer Länge von fast 2.100 km. Hievon entfallen etwa 160 km auf Tunnels und fast 210 km auf Brücken. Die ASFINAG wurde 1982 gegründet. Sie ist eine Gesellschaft des Bundes.1997 erhielt das Unternehmen durch den Bund erweiterte Aufgaben: Die ASFINAG hat seither das Fruchtgenussrecht an den im Eigentum des Bundes stehenden Grundstücken und Anlagen des hochrangigen Bundesstrassennetzes und ist berechtigt, Mauten bzw. Benützungsgebühren einzuheben. Unter der Prämisse der Verlässlichkeit wird die ASFINAG von 2008 bis 2013 insgesamt 7,8 Milliarden Euro in die hochrangige Straßeninfrastruktur Österreichs investieren und damit nicht nur die Mobilität aller Verkehrsteilnehmer sondern auch den Wirtschaftsstandort sichern. Leitmotiv dafür sind die drei Schwerpunkte: 1-„Sinnvoll vernetzen“, 2-„ Sicher verbinden“ und 3-„Effizient wirtschaften“.

ÖBB: Österreichs umweltfreundlichster Mobilitätsdienstleister

Die ÖBB-Infrastruktur Bau AG ist Teil des ÖBB-Konzerns. Als größter und umweltfreundlichster Mobilitätsanbieter sorgt der ÖBB-Konzern österreichweit für den Transport von Menschen und Gütern und für modernste Verkehrsinfrastruktur. Mit 42.951 MitarbeiterInnen, Gesamterträgen von 5,466 Mrd. EUR und einem Investitionsvolumen von 2,049 Mrd. EUR im Jahr 2006 ist der ÖBB-Konzern einer der größten Arbeitgeber des Landes und ein wichtiger wirtschaftlicher Impulsgeber. Im Jahr 2006 wurden von den ÖBB 443 Mio. Fahrgäste und 93 Mio. Tonnen Güter transportiert. Strategische Leitgesellschaft des ÖBB-Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

Bild: ÖBB






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Adresse
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Konzernkommunikation
ÖBB-Holding AG
Tel: +43 (0)664 617 36 55
e-mail: bettina.gusenbauer@oebb.at
www.oebb.at

Unternehmenskommunikation
ASFINAG
Tel: +43 (0)50108-10835
e-mail: klaudia.niedermuehlbichler@asfinag.at
www.asfinag.at